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Remscheid Artikel
Remscheid ist eine kreisfreie Stadt in dem Regierungsbezirk Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Sie ist nach Wuppertal und Solingen die drittgrößte Stadt des so genannten Bergischen Städtedreiecks und mit derzeit ungefähr 118 Tausend Einwohnern die viertkleinste Großstadt sowie ein Mittelzentrum des Landes.
Die Einwohnerzahl Remscheids überschritt 1929 mit der Bildung der "neuen" Stadt Remscheid die Grenze von 100 Tausend Einwohner, wodurch sie zur Großstadt wurde.
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Remscheid liegt auf den Höhen des Bergischen Landes in dem Innern des großen Wupperbogens über den tief eingeschnittenen Tälern des Eschbachs, des Morsbaches und der Wupper und ihre Seitentäler östlich von Solingen und südlich von Wuppertal, welches zugleich die beiden nächst größeren Städte sind.
Die höchste Stelle des Stadtgebiets von Remscheid befindet sich in Hohenhagen und beträgt 378,86 m über NN, die tiefste Stelle befindet sich an der Wupper bei Wiesenkotten und beträgt 96,00 m über NN. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt 9,4 km, die größte West-Ost-Ausdehnung 12,4 km.
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Das Stadtgebiet Remscheids besteht heute aus 4 Stadtbezirken: Alt-Remscheid , Süd , Lennep und Lüttringhausen . Früher war der Stadtbezirk Alt-Remscheid unterteilt in die Stadtbezirke Innenstadt, Nord/Hasten und West so dass es damals insgesamt 6 Stadtbezirke gab. Jeder Stadtbezirk hat seine eigene Bezirksvertretung
Die Stadtbezirke sind in Stadtteile mit eigenem Namen und diese weiter in Wohnplätze mit eigenem Namen unterteilt. Dabei handelt es sich entweder um historisch überlieferte Nennungen von alten Siedlungen oder um Neubaugebiete. Die Grenzen dieser Stadtteile und Wohnplätze sind meist nicht exakt festgelegt. Zu den Stadtteilen gehören z.B. Reinshagen, von-Bodelschwingh-Siedlung, Westhausen, Bliedinghausen, Ehringhausen, Morsbach, Vieringhausen, Güldenwerth, Kremenholl, Honsberg, Hasten, Haddenbach, Klausen, Hackenberg, Hasenberg und Bergisch Born. Zu den zahlreichen Wohnplätzen mit eigenem Namen gehören z.B. Westen, Grund, Oelingrath, Halbach, Nüdelshalbach, Goldenberg, Hohenhagen, Papenberg, Berghausen, Engelsburg, Kranenholl, Farrenbracken, Birgden, Garschagen, Platz, Aue, Büchel, Blume, Endringhausen,Dörpmühle, Langenhaus und Forsten.
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Remscheid wurde in dem 12. Jahrhundert gegründet und gehörte zur Grafschaft bzw. zu dem Herzogtum Berg. Die Siedlung erhielt jedoch erst 1808 das Stadtrecht, als das wirtschaftliche Wachstum der gesamten Rhein-Ruhr-Region zu einem Bevölkerungszuwachs in Remscheid führte. Maschinenbau und die Werkzeugproduktion sind bis heute die Hauptindustriezweige der Stadt. Nach dem Übergang an Preußen 1815 gehörte die junge Stadt zu dem Kreis Lennep. Die Kreisstadt Lennep hingegen hatte schon 1230 das Stadtrecht erhalten und wurde zur gleichen Zeit befestigt. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Lennep zu einer bedeutenden Handelsstadt, trat sogar der Hanse bei und erlangte damit höhere Bedeutung als das benachbarte Remscheid. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Lennep Sitz eines Landkreises.
Die Industrialisierung verschaffte Remscheid einen entscheidenden Entwicklungsschub, so dass die Stadt bald ihre ältere Nachbarstadt Lennep überflügelte. Am 1.01 1888 schied sie aus dem Landkreis Lennep aus und wurde eine kreisfreie Stadt. 1893 erhielt Remscheid eine Straßenbahn, die ab 1930 bis nach Wermelskirchen und nach Burg an der Wupper führte. Lennep verlor stets mehr an Bedeutung.
Am 1.08 1929 erfolgte schließlich eine Neugliederung des gesamten rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Infolgedessen wurde die kreisfreie Stadt Remscheid mit den Städten Lennep und Lüttringhausen zu einer neuen kreisfreien Stadt mit dem Namen Remscheid vereinigt. Die neue Kommune überschritt die 100.000-Einwohnergrenze und wurde damit Großstadt. Aus dem Kreis Lennep wurde der Kreis Solingen-Lennep der 1931 in Rhein-Wupper-Kreis umbenannt wurde und bis 1975 bestand.
Im 2. Weltkrieg wurde Remscheid am 31.07 1943 durch einen Luftangriff stark zerstört, danach jedoch wieder modern aufgebaut.
Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform erfolgte 1975 eine weitere Vergrößerung des Stadtgebiets, als die Ortschaft Bergisch Born in dem Südosten der Stadt (damals zu relativ gleichen Teilen zu dem Stadtbezirk Lennep und den Städten Hückeswagen und Wermelskirchen in dem Rhein-Wupper-Kreis gehörig) eingegliedert wurde. Der Rhein-Wupper-Kreis wurde aufgelöst. Das Umland Remscheids gehört seither zu dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und zu dem Oberbergischen Kreis bzw. den kreisfreien Städten Solingen und Wuppertal.
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Die Siedlung Remscheid, die Stadt Lennep und die Gemeinde Lüttringhausen gehören seit dessen Bestehen zu dem Gebiet des Erzbistums Köln bzw. zu dessen Archidiakonat des Propstes von St. Kunibert, Dekanat Deutz. Obwohl in der gesamten Gegend unter den Grafen von Berg die Reformation Einzug hielt, gab es auch zusätzlich einige Katholiken, die sich nach Burg an der Wupper, Lennep, Wermelskirchen oder Cronenberg orientierten. 1641 gab es in Lennep ein Minoritenkloster. St. Katharina blieb als Familienstiftung katholisch und wurde ab 1663 von den Minoriten bedient. Doch erhielten die Katholiken Lenneps erst 1844 eine eigene Pfarrei und Kirche. In Remscheid erhielten die Gemeindeglieder 1847 wieder eine eigene Gemeinde. In der Folgezeit wurde Remscheid Sitz eines eigenen Dekanats (heute Stadtdekanat Remscheid) innerhalb des neu umschriebenen Erzbistums Köln, zum heute alle Pfarrgemeinden der Stadt gehören. Die Pfarrgemeinden Remscheids heißen Heilig Kreuz, St. Andreas, St. Bonaventura, St. Engelbert, St. Josef, St. Marien und St. Suitbertus. Daneben gib es auch ein Italienisches Pfarramt am Johanneshaus.
Die Reformation fasste in Lennep ab 1527, in Remscheid ab 1550 und in Lüttringhausen wohl erst ab 1560 Fuß. Doch dauerte es noch einige Jahrzehnte bis das lutherische Bekenntnis die ganzen Gemeinden erfasste. 1589 las der Pfarrer in Lennep noch Messen nach römischen Ritus. Ab 1609 erhielt Lennep eine lutherische Kirchenordnung. Doch gab es später in der Gegend auch einige reformierte Gemeindeglieder. Beide Konfessionen vereinigten sich ab 1839 sowohl in Lennep als auch in Remscheid zu einer unierten Gemeinde. In ganz Preußen war bereits 1817 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt worden. Die Gemeindeglieder gehörten zur Kreissynode Lennep, wo ein Superintendent seinen Sitz hatte. Hieraus entstand der heutige Kirchenkreis Lennep innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, zum heute alle evangelischen Gemeinden Remscheids gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Der Kirchenkreis Lennep umfasst jedoch auch viele Gemeinden außerhalb der heutigen Stadt Remscheid.
In Remscheid sind ferner verschiedene Freikirchen ansässig, darunter zwei Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Evangelisch-Methodistische Kirche (Methodisten), eine Selbstständige evangelisch-lutherische Kirche (die Martini Gemeinde), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Freie Evangelische Gemeinde (FeG) und die Jesus Freaks Remscheid e. V.
Buch-Tipp: Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz Eine wahrhaftig wunderschöne Libeserklärung ans Lesen! Ich muss zugeben, "Die Stadt der träumenden Bücher" ist das erste Buch, das ich von Käpt'n Blaubär-Erfinder Walter Moers gelesen habe. Lange stand ich in dem Buchladen dafür und überlegte mir, ob ich es kaufen soll. Schon die Umschlagsgestaltung gefiel mir dann doch so gut, dass ich das Buch... |
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Das Stadtgebiet Remscheids hat sich wie folgt entwickelt:
Die Stadt Remscheid entstand in dem Laufe der Geschichte aus einer Vielzahl von Wohnplätzen, die teilweise sehr verstreut in dem Bergischen Land lagen. 1871 wurden die Siedlungen Großhausen, Neuhausen und Wüstberghausen sowie Struck, Neuenhof und vier Einzelhäuser eingegliedert. Um das Jahr 1880 umfasste das Stadtgebiet Remscheids ungefähr 80 Wohnplätze. 1893 wurden Neuenkamp und das zur Gemeinde Lennep gehörige Hohenhagen eingegliedert. Bereits am 1.01 1888 war Remscheid aus dem Kreis Lennep ausgeschieden und eine kreisfreie Stadt geworden. Auch die ältere Kreis- und Nachbarstadt Lennep bestand um das Jahr 1870 aus über 100 Wohnplätzen. 1906 wurden die Orte Rotzkotten und Fünfzehnhöfe eingegliedert. Die alte Siedlung Lüttringhausen, die schon sehr früh als Freidorf genannt wurde, doch erst 1856 die Nennung "Stadt" erhielt und zu der seit 1808 auch die Freiheit Beyenburg gehörte, hatte ebenfalls über 100 Wohnplätze.
Auf Grund des "Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes", das am 1.08 1929 in Kraft trat, wurden die drei Städte Remscheid, Lennep und Lüttringhausen (ohne Beyenburg, das seinerzeit zu Barmen-Elberfeld bzw. Wuppertal kam) zu einer (neuen) kreisfreien Stadt mit dem Namen Remscheid vereinigt. Schließlich erfolgte am 1.01 1975 die Eingliederung des Ortsteils Bergisch Born , der bis dahin zur Stadt Hückeswagen in dem Rhein-Wupper-Kreis gehörte.
Buch-Tipp: Die Stadt der wilden Götter. ECHT KLASSE !!! Die Stadt der wilden Götter ist echt toll, weil man
richtig eintauchen kann. Alex und Nadia in dem Regenwald
zu begleiten ist sehr schön. Als ich mit dem Buch fertig
war war ich traurig, aber da hatte ich noch nicht gewusst,
dass es noch zwei weitere bücher von Alex und Nadia gibt.
Im Reich des goldenen Drachen und In dem Bann der Masken.... |
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Einwohnerzahlen nachdem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
¹ Volkszählungsergebnis
Buch-Tipp: Die vergessene Stadt. Herrscher der drei Reiche. Die Zauberschiffe 05 + 06. toll, einfach gut. Habe mir das Buch vorbestellt, es letzten Freitag bekommen und das Wochenende damit verbracht bis ich es durch hatte. Es lässt einfach einen nicht los. . .
Wer die Vorgeschichte kennt, muss den Schluss auch lesen.
Dieser arrogante Drache nervt schon etwas, aber ansonsten wachsen alle anderen Charaktere mit der Geschichte mit... |
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Das Kirchspiel Remscheid hatte zunächst keine eigene Verwaltung. Lediglich gewisse Aufgaben der Schöffen des Landgerichts wurden vorort erledigt. In dem 17. Jahrhundert ist ein "Vorsteher" genannt, der aber ca. kleine Befugnisse hatte. In dem Jahre 1808 wurde Remscheid zur Stadt erhoben und erhielt eine Munizipalverfassung mit einem Maire und 2 Beigeordneten an der Spitze. Ihnen standen 20 Munizipalräte zur Seite. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde die Bürgermeisterverfassung eingeführt. Danach stand ein Bürgermeister, ab 1873 ein Oberbürgermeister an der Spitze der Stadtverwaltung.
In Lennep gab es bereits seit 1350 einen Bürgermeister und einen Rat. Der Rat wurde in dem Laufe der Geschichte mehrmals in seiner Zusammensetzung verändert. Anfangs gehörten ihm auch Schöffen an. Die jährlichen Neuwahlen zu dem Rat erfolgten am 27.12. Der Bürgermeister wurden aus der Reihe der Schöffen gewählt. Auch in Lennep wurde 1807 zunächst die Munizipalverfassung, 1815 die preußische Verwaltung und 1856 schließlich die preußische Städteordnung eingeführt. An der Spitze der Stadt stand zusätzlich ein Bürgermeister.
In Lüttringhausen wurde 1807 zusammen mit Beyenburg die Munizipalverfassung eingeführt. 1808 erhielt die von Napoleon beherrschte Stadt einen Maire. Zunächst hatte sich kein Bürger dafür zur Verfügung gestellt, unter der französischen Herrschaft dieses Amt auszuüben. Erst 1856 wurde Lüttringhausen durch preußische Kabinettsordre zur Stadt erhoben. Auch hier leitete ein Bürgermeister die Stadtverwaltung. Namhaftester Bürgermeister war Richard Gertenbach, der in seiner 35jährigen Amtszeit die Infrastruktur Lüttringhausens deutlich verbesserte. 1929 erfolgte durch Landtagsbeschluss die umstrittene Eingemeindung nach Remscheid.
Nach Bildung der neuen Großstadt Remscheid 1929 wurde diese vom Rat und von einem Oberbürgermeister geleitet, der während der Zeit der Nationalsozialisten von der NSDAP eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" genannt. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Desweiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1995 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es ca. noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt.
Der Rat der Stadt Remscheid hat gegenwärtig (Stand: Juni 2004) 54 Sitze, die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen (nächste Wahl am 26. September 2004):
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1808
- 1808 - 1811: Johann Gottlieb Diederichs, Bürgermeister
- 1811 - 1814: Georg Heinrich Sonntag, Bürgermeister
- 1814 - 1851: Abraham Hering, Bürgermeister
- 1851 - 1859: Bertram Pfeiffer, Bürgermeister
- 1859 - 1876: Otto Hoffmeister, ab 1873 Oberbürgermeister
- 1876 - 1899: Ludwig von Bohlen, ab 1888 Oberbürgermeister
- 1899 - 1910: Otto Nollau, ab 1902 Oberbürgermeister
- 1910 - 1914: Dr. Karl Jarres, ab 1911 Oberbürgermeister
- 1914 - 1937: Dr. Walter Hartmann, ab 1915 Oberbürgermeister
- 1937 - 1945: Ludwig Kraft, Oberbürgermeister
- 1945 - 1946: Georg zur Hellen, Oberbürgermeister
- 1946: Gustav Flohr, Oberbürgermeister
- 1946 - 1948: Dr. August Scholz, Oberbürgermeister
- 1948: Richard Gierk, Oberbürgermeister
- 1948 - 1961: Walter Frey, Oberbürgermeister
- 1961 - 1963: Gerd Lemmer, Oberbürgermeister
- 1963 - 1964: Peter Wolf, Oberbürgermeister
- 1964 - 1968: Heinz Heinrichs, Oberbürgermeister
- 1968: Karl-Heinz Bonda, Oberbürgermeister
- 1968 - 1989: Willi Hartkopf, Oberbürgermeister
- 1989 - 1999: Reinhard Ulbrich, Oberbürgermeister (ab 1995 hauptamtlich)
- 1999 - heute: Fred Schulz, Oberbürgermeister (CDU)
Oberstadtdirektoren von Remscheid 1946 - 1995
Bürgermeister von Lennep
Bürgermeister von Lüttringhausen
Buch-Tipp: Dreisamkeit. Literatur aus Remscheid "Lebensautoren" Menschen die bereit sind eine aussergewöhnliche, aufregende Reiseanzutreten, werden es nicht bereuen Dreisamkeit in die Hand genommen zu haben. Die "Lebensautoren" (Gültekin/Frank/Mario) ermöglichen mit faszinierender Emotionalität Begegnungen, die eigentlich jeder kennt. Der Leser wird begleitet von Hoffnung und Mut, trifft auf... |
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Das Wappen der Stadt Remscheid zeigt geteilt von Silber und Blau oben ein wachsender, zwiegeschwänzter, roter Löwe, unten eine silberne Sichel mit braunem Griff. Die Stadtfarben sind blau-weiß. Das Wappen wurde am 18.02 1854 durch die Kabinettsordre des Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen festgelegt und von der neuen Stadt Remscheid auch nach 1929 weiter geführt. Der Löwe ist das Wappentier der Grafen bzw. Herzöge von Berg, zum die Stadt bis zu dem Übergang an Preußen gehörte. Die Sichel steht für die bedeutende Eisenindustrie der Stadt, die schon in dem Mittelalter dort ansässig war.
Buch-Tipp: DuMont Reise-Taschenbuch Rom Gut aber nicht perfekt Der Führer durfte mich in Rom begleiten und den Weg weisen (oder auch nicht). Letzteres ist auch mein großer Kritikpunkt an diesem Werk, ich finde den Stadtplan sehr unpraktisch und unübersichtlich. Die Gebiete sind willkürlich und unübersichtlich auf einzelne oder mehrere Seiten verteilt, die Logik der Anordnung hat sich... |
Wirtschaft und Infrastruktur | |
Bedeutende ansässige Firmen in Remscheid sind:
Die Stadt Remscheid ist über die Bundesautobahn A 1 Köln-Dortmund (Abfahrt Nr. 95 "Remscheid") an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen. Ferner führen die Bundesstraßen B 51 und B 229 durch das Stadtgebiet.
Remscheid liegt auch an regionalen Bahnlinie Solingen-Ohligs nach Wuppertal-Oberbarmen. In dem Stadtgebiet gibt es vier Haltepunkte: Güldenwerth, Remscheid Hbf, Lennep und Lüttringhausen. Die Bahnlinie überquert von Solingen kommend an der Grenze der beiden Städte Solingen und Remscheid die Müngstener Brücke, Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke .
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien der Stadtwerke Remscheid GmbH. Alle Verkehrsmittel in Remscheid sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen.
Müngstener Brücke
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Remscheid besitzt keine Universität oder Fachhochschule. Doch hat die Stadt das breite Angebot an allgemeinbildenden Schulen, darunter vier Gymnasien (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Gertrud Bäumer-Gymnasium, Leibniz-Gymnasium und Röntgen-Gymnasium), drei Realschulen (Alexander-von-Humboldt-Schule, Albert-Schweitzer-Realschule und Weiterbildungskolleg - Abendrealschule) und drei Sonderschulen (Sonderschule für Erziehungshilfe, für Geistigbehinderte und für Lernbehinderte). Ferner gibt es drei Berufskollegs, das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg, ein Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, die "Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung" sowie ein Berufskolleg Technik.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten | |
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Remscheid besitzt ein Stadttheater, das Teo Otto-Theater, im verschiedene Tourneetheater gastieren. Ferner gibt es die "Neue Bühne Remscheid", ein Amateurensemble unter der professionellen Leitung von Klaus-G. Hendl. Darüber hinaus besteht seit 1954 in dem Stadtteil Lüttringhausen der Theaterverein "Lüttringhauser Volksbühne", welcher Mundartstücke - u. a. die "Bergischen Heimatspiele" - aufführt.
Die Stadt Remscheid trägt zusammen mit der Stadt Solingen das Symphonie-Orchester "Bergische Symphoniker", das 1995 durch Fusion der beiden städtischen Orchester aus diesen hervorging. Das Orchester veranstaltet Symphoniekonzerte in Solingen und Remscheid, bespielt die Theater beider Städte und gibt auch zahlreiche Gastspiele.
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Das Stadtzentrum von Remscheid wurde nach den Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkrieges in moderner Form wiederaufgebaut. Das 1906 erbaute Rathaus mit seinem 48 Meter hohen Turm ist fast das einzige historische Gebäude in der Innenstadt und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Regional bekannt ist auch das vollständig überdachte Einkaufszentrum Allee-Center mit ungefähr 100 Geschäften, Büros und Arztpraxen.
Im westlichen Stadtteil Hasten befinden sich das Deutsche Werkzeug-Museum sowie das Heimatmuseum Remscheid in dem "Haus Hilger" (erbaut 1778/79), einem der schönsten Häuser des Bergischen Landes, das ein weiteres Wahrzeichen der Stadt Remscheid darstellt.
Der Stadtteil Lennep besitzt eine historische Altstadt mit bergischen Fachwerkhäusern, überragt vom weithin sichtbaren Turm der evangelischen Stadtkirche. Hier befindet sich auch das Geburtshaus Wilhelm Conrad Röntgens (Gänsemarkt 1) und wenige Schritte entfernt an der Schwelmer Str. das Deutsche Röntgen-Museum , das an Leben und Entdeckungen des berühmtesten Sohnes der Stadt erinnert.
An der östlichen Autobahn-Raststätte Richtung Dortmund gelangt man oberhalb des Hotels zur Eschbachtalsperre, der ältesten Trinkwasser-Talsperre Deutschlands, erbaut von dem Aachener Professor Otto Intze.
Die Müngstener Brücke, Deutschlands höchste Stahleisenbahnbrücke , verbindet Remscheid mit Solingen und überbrückt das Tal der Wupper und gilt als ein Wahrzeichen des gesamten Bergischen Landes.
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Regelmäßige Veranstaltungen |
- März: Frühjahrskirmes
- April: Bergische Bienale für Neue Musik
- Juli: Schützenkirmes am Stadtpark
- Juli: Schützenfest der Schützenbruderschaft "Zum Kreuz" in Lüttringhausen
- Dezember: Bergische Lichterwochen und Weihnachtsmärkte in mehreren Stadtteilen
- Erster Advent: Lüttringhauser Weihnachtsmarkt
- Zweiter Advent: Lenneper Weihnachtsmarkt
- Dritter Advent: Remscheider Weihnachtsmarkt an der ev. Stadtkirche
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Die Stadt Remscheid bzw. die früheren Städte Lennep und Lüttringhausen haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
Remscheid
- 1862: Johann Karl Halbach , Großkaufmann
- 1875: Georg Hoffmeister , Oberbürgermeister
- 1893: Prof. Dr. Otto Intze, Geheimer Regierungsrat
- 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
- 1895: Dr. Heinrich von Stephan, Geheimer Regierungsrat
- 1900: Richard Koenigs , Oberregierungsrat
- 1900: Carl Friederichs , Geheimer Kommerzienrat
- 1909: Robert Böker , Geheimer Kommerzienrat
- 1925: Moritz Böker , Geheimer Kommerzienrat
- 1937: Walther Hartmann , Oberbürgermeister
- 1995: Wilhelm Hartkopf , Oberbürgermeister
- 2000: Peter Wolf, Oberbürgermeister
Lennep
Lüttringhausen
- 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
- 1900: Richard Koenigs , Oberregierungsrat
- 1924: August Erbschloe , Stadtverordneter
- 1925: Richard Gertenbach , Bürgermeister
- 1928: Adolf Westen , Fabrikant
- 1929: Richard Pick , Beigeordneter
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Söhne und Töchter der Stadt | |
Folgende Persönlichkeiten sind in Remscheid geboren, unabhängig von ihrem späteren Wirkungskreis. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr.
- 1810, 18.05, Johann Peter Hasenclever , †16. Dezember 1853 in Düsseldorf, Maler
- 1845, 27. März in dem OT Lennep, Wilhelm Conrad Röntgen, †10. Februar 1923 in München, Physiker (Entdecker der nach ihm benannten Röntgen-Strahlen), er verbrachte die größte Zeit seines Lebens jedoch in Würzburg
- 1856, 13.05, Reinhard Mannesmann , †20. Februar 1922 in Remscheid, Techniker u. Industrieller (Erfinder des Walzverfahrens zur Herstellung von nahtlosen Stahlrohren, Mitbegründer des Mannesmann-Konzerns)
- 1889, 14.08, Walter Freitag, †7. Juni 1958 in Herdecke/Ruhr, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB (1952-1956)
- 1892, 6.04, Hermann Schäfer, †26. Mai 1966 in Bad Godesberg (heute Bonn), Politiker (DDP, FDP, DP), MdB, Vorsitzender der FDP-Fraktion in dem Bundestag (1949-1951 und 1952-1953), Bundesminister für besondere Aufgaben (1953-1956)
- 1898, 24.04, Dr. Ernst Lemmer, †18. August 1970 in Berlin, Politiker (DDP, CDU), MdR, MdB, Bundesminister für das Post- und Fernemeldewesen (1956-1957), Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen (1957-1962), Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (1964-1965)
- 1930, 8. März, Lonny Kellner, Sängerin ("Im Hafen von Adano", "Bum-Budi-Bum"); Gattin von Peter Frankenfeld
- 1943;Gabriele Gast, deutsch-deutsche Spionin
- 1957, 18.05, Frank Plasberg, Journalist und Fernsehmoderator
- 1968; Wolfgang Tillmans , Fotograf, lebt heute in London und zählt zu den "Young British Artists "
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